FAQ's
Häufige Fragen
Grundlegendes
Was ist eine Mediation?
Eine Mediation ist ein vertrauliches Verfahren, um Konflikte eigenverantwortlich zu klären, fernab von Gerichtssälen. Anders als vor Gericht, wo ein Richter entscheidet, erarbeiten die Konfliktparteien hierbei selbstständig eine einvernehmliche Lösung.
Als Ihre Mediatorin leite ich Sie neutral durch diesen Prozess. Ich treffe keine Entscheidungen für Sie, sondern sorge dafür, dass die Kommunikation wieder möglich wird. Ziel ist eine faire Vereinbarung, die die Interessen aller Seiten berücksichtigt. Das ist besonders wertvoll, wenn Beziehungen auch in Zukunft bestehen bleiben sollen (z. B. als Eltern, in der Verwandtschaft oder im Beruf).
Muss erst ein „großer Knall“ oder ein Anwaltstermin bevorstehen, damit eine Mediation sinnvoll ist?
Ganz und gar nicht. Das ist ein häufiges Missverständnis. Mediation ist keineswegs nur der letzte Rettungsanker vor dem Gerichtssaal.
Viele Paare, Eltern oder erwachsene Kinder kommen zu mir, lange bevor ein rechtlicher Konflikt oder eine Trennung im Raum steht. Es geht oft schlichtweg darum, die Beziehungsqualität zu verbessern, festgefahrene Kommunikationsmuster aufzubrechen oder den Alltag wieder harmonischer zu gestalten.
Egal, ob Sie wieder eine liebevollere Partnerschaft führen möchten oder sich als Familie wieder auf Augenhöhe begegnen wollen: Mediation bietet einen geschützten Raum, um Dinge auszusprechen, bevor sie zu unüberwindbaren Gräben werden.
Welche Arten der Mediation bieten Sie an?
Da jeder Konflikt anders ist, habe ich mich auf verschiedene Lebensbereiche spezialisiert, um gezielt unterstützen zu können:
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Paar-Mediation → Bei Beziehungskrisen, Trennungsgedanken oder um eine faire Trennung (z. B. Umgangsregelungen) zu gestalten.
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Familien-Mediation → Für Konflikte zwischen Eltern und Kindern (auch erwachsenen Kindern), Geschwistern oder in Patchwork-Konstellationen.
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Erb-Mediation → Damit das Erbe die Familie nicht entzweit: Zur Klärung von Nachlasskonflikten und zur vorausschauenden Gestaltung der Nachfolge, um Streitigkeiten vorzubeugen.
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Teammediation → Zur Lösung von Konflikten am Arbeitsplatz, zwischen Mitarbeitenden oder Führungskräften.
Wie ist eine Mediation aufgebaut?
Eine Mediation erfolgt in einem bewährten Phasen-Modell, das Struktur und Sicherheit gibt:
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Auftragsklärung: Wir besprechen zunächst den Rahmen, die Regeln (z. B. Vertraulichkeit) und schließen den Mediationsvertrag.
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Themensammlung: Wir besprechen, um welche Themen es gehen soll und sammeln alle strittigen Punkte.
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Interessenklärung: Das ist der Fokus der Mediation. Wir schauen hinter die Positionen: Was sind die wahren Beweggründe, Wünsche und Bedürfnisse aller Beteiligten?
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Lösungssuche: Wir entwickeln verschiedene Optionen, wie die Bedürfnisse aller erfüllt werden können.
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Vereinbarung: Die erarbeiteten Lösungen halten wir in einer verbindlichen Abschlussvereinbarung fest.
Wie funktioniert Mediation? Warum ist sie so effektiv?
Konflikte verhärten sich oft, weil wir aufhören, einander zuzuhören, und nur noch auf unser Recht bestehen. Mediation funktioniert, weil sie die Kommunikation wieder in Gang bringt.
Durch Techniken wie aktives Zuhören und Perspektivwechsel helfe ich Ihnen, die Sichtweise des anderen wirklich zu verstehen. Sobald wir weg von der Frage „Wer hat Schuld?“ sind und hin zur Frage „Was brauchst du?“ kommen, öffnen sich Lösungswege, die vorher noch nicht sichtbar waren.
Wie lange dauert eine Mediation?
Das hängt stark von der Komplexität des Konflikts ab.
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Bei der Teammediation arbeiten wir meistens sehr kompakt, manchmal reicht schon ein einziger intensiver Tag, um eine Lösung zu finden.
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Bei Familien und Paaren machen erfahrungsgemäß mehrere Sitzungen im Abstand von 1–2 Wochen Sinn, um Lösungen zu erproben und emotionale Themen zu verarbeiten.
Im Durchschnitt lassen sich viele Konflikte in 2 bis 5 Sitzungen klären, also deutlich schneller als auf dem Rechtsweg.
Was muss man bei einer Mediation beachten?
Damit eine Mediation gelingen kann, sind zwei Grundhaltungen entscheidend: Freiwilligkeit und Ergebnisoffenheit.
Das bedeutet, dass sich niemand zur Teilnahme gezwungen fühlen sollte. Alle Beteiligten müssen grundsätzlich bereit sein, sich an einen Tisch zu setzen. Gleichzeitig gibt es keine vorgefertigte Lösung. Der Prozess funktioniert dann am besten, wenn Sie bereit sind, fair zu verhandeln und sich auch die Sichtweise und Interessen der Gegenseite wirklich anzuhören.
Was kostet eine Mediation?
Die Kosten für eine Mediation werden nach einem Stundensatz berechnet. Das ist für Sie transparent und planbar. Im Vergleich zu einem langwierigen Gerichtsverfahren (mit Anwalts- und Gerichtskosten über mehrere Instanzen) ist Mediation deutlich kostengünstiger.
Üblicherweise teilen sich die Parteien das Honorar- das ist bereits ein erster Schritt für die gemeinsame Lösungsbereitschaft.
Brauche ich trotz Mediation einen Anwalt?
Als Mediatorin bin ich allparteiisch und darf keine rechtliche Beratung (im Sinne von: „Wie sind meine Gewinnchancen vor Gericht?“ geben.
Gerade bei Scheidungsfolgen oder Erbauseinandersetzungen ist es jedoch sinnvoll, diese Einigung vor der Unterschrift von einem Anwalt prüfen oder notariell beurkunden zu lassen. Der große Vorteil: Der Anwalt muss nicht mehr für Sie streiten, sondern prüft nur noch das Ergebnis auf Rechtssicherheit. Das spart Kosten und verhindert auch, dass der Konflikt juristisch wieder eskaliert.
Bei anderen Streitigkeiten, reicht meist eine Mediation ohne zusätzlichem Anwalt aus.
Bieten Sie auch Online-Mediation an?
Ja. Gerade wenn die Konfliktparteien an unterschiedlichen Orten leben oder beruflich stark eingespannt sind, ist eine Online-Mediation per Videokonferenz eine Alternative. Die Ergebnisse sind dabei genauso tragfähig wie im persönlichen Gespräch.
Für den 1. Termin empfehle ich allerdings einen Vorort-Termin, da wir uns besser aufeinander einstellen und kennenlernen können.
Selbstverständlich empfange ich Sie ebenso gerne persönlich in meinen Räumen für eine Mediation in Hannover.
Was, wenn die andere Seite keine Mediation will?
Das ist eine häufige Situation. Oft steckt dahinter keine Böswilligkeit, sondern Unsicherheit oder die Angst, strategische Nachteile zu erleiden.
Hier kann ich Sie unterstützen: Wir können vorab besprechen, wie Sie die Einladung zur Mediation so aussprechen, dass sie als faires Angebot verstanden wird. Manchmal hilft es auch, wenn ich als neutrale Person das Verfahren und die Vorteile in einem unverbindlichen Vorgespräch erkläre. Zwang gibt es jedoch nie, die Freiwilligkeit bleibt oberstes Gebot.
Sind Sie die beste Mediatorin in Hannover?“
Ob ich die 'Beste' bin, liegt im Auge des Betrachters, denn Mediation ist Vertrauenssache und die Chemie muss stimmen. Was ich Ihnen jedoch garantieren kann, ist geprüfte Qualität und Erfahrung:
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Meine Verfahren haben eine Klärungsquote von 80,%. Das bedeutet: In 8 von 10 Fällen finden wir eine Lösung, mit der beide Seiten zufrieden sind und ein teurer Rechtsstreit vermieden wird.
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Ich blicke auf jahrelange Erfahrung zurück. Ich habe Konflikte nicht nur theoretisch gelernt, sondern in unterschiedlichsten Kulturen und Kontexten praktisch gelöst.
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Durch meine praktische Erfahrung in der Mediationen erkenne ich schnell, wo der eigentliche Knoten liegt – auch wenn die Situation auf den ersten Blick verfahren wirkt.
Meine Klienten schätzen an mir besonders, dass ich Klarheit in komplexe Situationen bringe und dabei den menschlichen Faktor nie aus den Augen verliere. Lesen Sie dazu gerne die Rezensionen meiner Mandanten
Themen
Mein Kind/Teenager redet nicht mehr mit mir, hilft da eine Mediation?
Ja, besonders dann. Wenn Türen knallen oder eisiges Schweigen herrscht, ist die Brücke zwischen den Generationen meistens nur blockiert, aber noch nicht ganz abgerissen.
In der Eltern-Kind-Mediation schaffe ich einen sicheren Raum, in dem auch junge Menschen gehört werden, ohne dass sie sich belehrt fühlen. Wir übersetzen die Vorwürfe (zum Beispiel: „Du stresst nur!“) in das, was eigentlich dahintersteckt. Das Ziel ist kein strenger Erziehungsplan, sondern ein neues Verständnis füreinander zu schaffen, damit das Zuhause wieder ein Ort zum Durchatmen wird, egal ob das Kind 14 oder 40 Jahre alt ist.
Wir sind eigentlich eine harmonische Familie, aber ein Thema sorgt immer für dicke Luft. Ist das schon „Mediation“?
Ja. Mediation ist kein Krisensiegel, sondern eine Methode zur Beziehungspflege. Ob es um die Rollenverteilung im Haushalt, den Umgang mit den Schwiegereltern oder unterschiedliche Erziehungsstile geht: Kleine Risse können mit der Zeit tief werden. Viele Familien nutzen die Mediation präventiv, um schwierige Themen moderiert zu besprechen, bevor sie emotional eskalieren. Es geht darum, Lösungen zu finden, die sich für alle, Eltern wie Kinder, fair und richtig anfühlen, damit der Familienalltag wieder leichter wird.
Welche Vorteile hat eine Mediation für Unternehmen?
Konflikte am Arbeitsplatz kosten Nerven und bares Geld, etwa durch Fehlzeiten oder ineffiziente Abläufe. Mit einer Mediation steuern Sie aktiv gegen: Wir lösen Blockaden oft deutlich schneller als der Rechtsweg und schützen dabei interne Angelegenheiten vor der Öffentlichkeit. Das Ergebnis ist eine konstruktive Konfliktkultur, die Ihr Team wieder arbeitsfähig macht und Fluktuation vermeidet.
Wann ist eine Mediation bei Erbschaften sinnvoll?
Es gibt zwei sinnvolle Zeitpunkte für eine Mediation bei Erbfällen: einmal eine vorausschauende Klärung und die Klärung im Konfliktfall.
Es ist eine wertvolle Geste an die Hinterbliebenen, die Nachfolge bereits zu Lebzeiten gemeinsam zu besprechen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Wille verstanden wird und keine späteren Streitigkeiten auslöst, besonders bei komplexen Themen wie Immobilien oder in Patchwork-Konstellationen, in denen die gesetzliche Erbfolge manchmal nicht dem persönlichen Gerechtigkeitsempfinden entspricht.
Wenn der Erbfall bereits eingetreten ist, hilft die Mediation vor allem dann, wenn die Kommunikation stockt, eine Erbengemeinschaft feststeckt oder emotionale Verletzungen die sachliche Aufteilung blockieren.
Muss das Testament schon angefochten sein, damit eine Erb-Mediation hilft?
Ganz und gar nicht. Die kraftvollste Form der Mediation zu Erbschaften ist die Vorsorge. Viele Familien nutzen die Mediation, während die Erblasser noch leben, um gemeinsam über die Zukunft des Familienbesitzes oder des Elternhauses zu sprechen. So können Wünsche geklärt und Missverständnisse ausgeräumt werden, bevor sie zu tiefen Verletzungen führen.
Aber auch wenn der Erbfall bereits eingetreten ist: Sie müssen nicht warten, bis die Kommunikation komplett abgebrochen ist oder die Anwälte das Wort übernommen haben. Oft geht es beim Erben um Anerkennung, alte Rollenbilder aus der Kindheit und das Gefühl von Gerechtigkeit. Mediation hilft Ihnen, diese emotionalen Ebenen zu klären, damit das Erbe nicht zum Ende der familiären Verbundenheit führt. Ziel einer Mediation ist es in dem Fall, dass die Abwicklung des Nachlasses so erfolgt, dass Sie sich auch danach noch als Familie begegnen können.

