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  • AutorenbildAnnabel Böder

Mobbing am Arbeitsplatz, was tun?

Aktualisiert: 9. Feb.

Mobbing am Arbeitsplatz ist ein ernstzunehmendes Problem, das die physische und psychische Gesundheit der Betroffenen stark beeinträchtigen kann. Als Mediatorin ist es meine Aufgabe, Menschen in Konfliktsituationen zu helfen und Lösungen zu finden. Heute möchte ich über das Thema Mobbing am Arbeitsplatz sprechen und Ihnen einige Schritte aufzeigen, wie Sie sich dagegen schützen und effektiv damit umgehen können.


Inhalt





Mobbing am Arbeitsplatz bezieht sich auf wiederholte negative Handlungen, die gegen einen Mitarbeiter gerichtet sind. Dies können beleidigende Bemerkungen, Demütigungen, soziale Isolation, das Verbreiten von Gerüchten oder andere schädliche Handlungen sein. Mobbing kann die Betroffenen physisch und emotional belasten, die Arbeitsmoral beeinträchtigen und die Arbeitsleistung erheblich einschränken.



Mobbing am Arbeitsplatz kann in verschiedenen Formen auftreten und ist oft schwer zu erkennen. Es beginnt normalerweise mit wiederholten negativen Handlungen oder Verhaltensweisen, die gegen einen Mitarbeiter gerichtet sind. Mobbing ist nicht auf ein bestimmtes Verhalten oder eine einzelne Handlung beschränkt, sondern beruht auf wiederholtem und schädlichem Verhalten. Folgende Anzeichen können auf Mobbing am Arbeitsplatz hinweisen:


  • Beleidigende Bemerkungen: Teammitglieder verteilen häufig abfällige oder beleidigende Bemerkungen gegen einen Mitarbeiter, sei es direkt oder indirekt.


  • Soziale Isolation: Ein Mitarbeiter wird bewusst ignoriert oder ausgegrenzt aus sozialen Situationen, wie zum Beispiel bei Meetings oder Firmenveranstaltungen.


  • Verbreiten von Gerüchten: Es werden gezielt unwahre oder diffamierende Informationen über einen Kollegen verbreitet, um dessen Ruf zu schädigen.


  • Demütigungen: Ein Mitarbeiter wird vor anderen Kollegen wiederholt gedemütigt, sei es verbal oder durch nonverbale Gesten.


  • Mikromanagement: Dies passiert durch einen Vorgesetzten, der ständig übermäßige Kontrolle ausübt, unangemessene Erwartungen stellt und die Arbeit eines Mitarbeiters in unverhältnismäßiger Weise überwacht.


  • Bedrohungen: Der Chef droht mit beruflichen Konsequenzen, wie Entlassung oder Versetzung, um Druck auf einen Mitarbeiter auszuüben.


  • Diskriminierung: Ein Mitarbeiter wird schikaniert und herablassend behandelt, aufgrund persönlicher Eigenschaften wie Geschlecht, Rasse, sexuelle Orientierung oder Religion.


  • Sabotage: Die Arbeit eines Kollegen wird absichtlich sabotiert, um dessen Erfolg zu behindern.


  • Übermäßige Arbeitsbelastung: Ein Mitarbeiter bekommt übermäßig viele Arbeitsaufgaben zugeteilt oder erhält unrealistische Fristen, um diesen zu überfordern.


  • Cybermobbing: Dies ist eine mit der Digitalisierung immer verstärkter aufkommende Art von Mobbing, die über E-Mails, Textnachrichten oder soziale Medien stattfindet. Dies kann auch außerhalb des Arbeitsplatzes stattfinden, hat jedoch Auswirkungen auf die Arbeitsumgebung.


  • Unangemessene Kritik: Ein Mitarbeiter wird ständig kritisiert und herabgesetzt, unabhängig von seinen Leistungen.


  • Belästigung: Auch sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, die sexuell anzügliche Bemerkungen, unerwünschte Berührungen oder unangebrachte sexuelle Anspielungen umfassen, können Teil von Mobbing sein.


Mobbing am Arbeitsplatz ist ein ernstes Problem, das nicht nur die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Betroffenen beeinträchtigen kann, sondern auch die Produktivität und das Arbeitsklima in einem Unternehmen negativ beeinflusst. Unternehmen sollten deshalb unbedingt Maßnahmen ergreifen, um Mobbing zu verhindern und zu bekämpfen, und eine Kultur der Achtung und Zusammenarbeit fördern.


Hierzu biete ich eine Teammediation an, die dazu beiträgt, wieder ein harmonisches und wohltuendes Arbeitsklima herzustellen.




Schritt 1: Erkennen und benennen Sie das Problem


Der erste Schritt im Umgang mit Mobbing ist, das Problem zu erkennen und es beim Namen zu nennen. Seien Sie sich bewusst, dass Mobbing am Arbeitsplatz real ist und viele Formen annehmen kann. Wenn Sie glauben, gemobbt zu werden oder Zeuge von Mobbing werden, ist es wichtig, die Situation nicht zu ignorieren. Dokumentieren Sie Vorfälle und Gespräche, die Ihnen verdächtig erscheinen, um einen klaren Überblick zu bekommen.


Schritt 2: Sprechen Sie mit Vertrauenspersonen


Wenn Sie sich sicher fühlen, sprechen Sie mit Vertrauenspersonen in Ihrem Unternehmen. Dies können Kollegen, Vorgesetzte oder die Personalabteilung sein. Teilen Sie Ihre Bedenken und zeigen Sie die Dokumentation der Vorfälle, um Unterstützung zu erhalten.


Schritt 3: Suchen Sie Hilfe von einem Mediator


Als Mediatorin stehe ich Ihnen zur Seite, um Konflikte zu lösen und Mobbingfälle zu behandeln. Ein unabhängiger Dritter kann dabei helfen, die Kommunikation zwischen den beteiligten Parteien zu erleichtern und eine Lösung zu finden, die eine angenehme Arbeitsatmosphäre wiederherstellt..


Schritt 4: Gesundheit und Wohlbefinden priorisieren


Während Sie gegen Mobbing vorgehen, ist es wichtig, Ihre physische und psychische Gesundheit zu schützen. Suchen Sie Unterstützung bei Freunden, Familie oder einem Therapeuten. Achten Sie auf ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und Bewegung, um Ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken.


Schritt 5: Rechtliche Schritte in Betracht ziehen


In einigen Fällen kann es notwendig sein, rechtliche Schritte gegen Mobbing am Arbeitsplatz einzuleiten. Konsultieren Sie dazu einen Anwalt, um Ihre Rechte und Optionen zu klären.



Als Chef Mobbing im Team ansprechen


Das Ansprechen von Mobbing in einem Team erfordert Sensibilität, Mut und Fingerspitzengefühl, um ein gesundes Arbeitsumfeld zu gewährleisten. Indem Sie als Vorgesetzter folgende Schritte befolgen und Unterstützung anbieten, können Sie dazu beitragen, Mobbing zu bekämpfen und ein respektvolles Arbeitsklima zu fördern:


1. Vorbereitung


Bevor Sie Mobbing im Team ansprechen, ist es wichtig, sich gut vorzubereiten. Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Informationen (z. B. Dokumentationen der Betroffenen) über die gemeldeten Vorfälle oder Beobachtungen haben. Klären Sie für sich, was genau passiert ist und wie es sich auf die Betroffenen auswirkt.


2. Privates Gespräch


Suchen Sie einen geeigneten Ort und Zeitpunkt für ein privates Gespräch mit der betroffenen Person oder den betroffenen Personen. Dies ermöglicht es, das Thema diskret zu behandeln und die Privatsphäre der Betroffenen zu wahren.


3. Verwendung von "Ich"-Botschaften


Vermeiden Sie Vorwürfe oder Anschuldigungen. Verwenden Sie stattdessen "Ich"-Botschaften, um Ihre Beobachtungen und Bedenken zu kommunizieren. Zum Beispiel: "Ich habe bemerkt, dass es in letzter Zeit Spannungen im Team gibt und ich mache mir Sorgen um das Wohlbefinden aller."


4. Hören Sie zu


Geben Sie der betroffenen Person oder den betroffenen Teammitgliedern ausreichend Gelegenheit, sich auszusprechen. Hören Sie aufmerksam zu, um ihre Sichtweise und ihre Gefühle zu verstehen. Dies zeigt Empathie und Respekt.


5. Unterstützung anbieten


Bieten Sie Ihre Unterstützung an und fragen Sie, wie Sie helfen können. Je nach Bedarf könnte dies bedeuten, das Gespräch an die Personalabteilung oder die Unternehmensleitung weiterzuleiten, Konfliktlösungsmaßnahmen zu ergreifen oder den Betroffenen bei der Suche nach professioneller Hilfe zu unterstützen.


6. Dokumentieren


Halten Sie Notizen über das Gespräch, um den Verlauf und die getroffenen Vereinbarungen festzuhalten. Dies kann hilfreich sein, wenn weitere Schritte erforderlich sind.


7. Vertraulichkeit wahren


Betonen Sie die Vertraulichkeit des Gesprächs und stellen Sie sicher, dass die Informationen nicht weitergegeben werden. Dies ist entscheidend, um das Vertrauen der Betroffenen zu wahren.


8. Teamgespräch organisieren


In einigen Fällen ist es sinnvoll, ein Teamgespräch zu organisieren, um das Thema Mobbing offen zu diskutieren. Hierbei sollte ein neutraler Mediator anwesend sein, um sicherzustellen, dass das Gespräch konstruktiv und respektvoll verläuft. Dabei unterstütze ich Sie gern!


9. Prävention und Schulung


Um Mobbing langfristig zu verhindern, ist es wichtig, Präventionsmaßnahmen zu ergreifen und Schulungen zur Sensibilisierung und Konfliktlösung anzubieten. Dies hilft, ein respektvolles und gesundes Arbeitsumfeld zu fördern.


10. Professionalität bewahren


Während Sie Mobbing im Team ansprechen, ist es wichtig, ruhig und sachlich zu bleiben. Denn emotionale Reaktionen könnten die Situation verschlimmern und die Gefühle bei den Beteiligten hochkochen lassen.


Psychisch krank durch Mobbing am Arbeitsplatz


Mobbing am Arbeitsplatz kann schwerwiegende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Betroffenen haben. Mobbing ist nicht nur ein bisschen stressig und unangenehm und bald wieder vergessen. Sondern es handelt sich hier um psychische Gewalt und kann zu ernsthaften psychischen Gesundheitsproblemen führen. Deshalb ist es wichtig, sich früh genug Hilfe zu holen. Zum Beispiel durch eine Mediation.


Möglichen Auswirkungen von Mobbing auf die psychische Gesundheit


  • Depression: Wiederholte Demütigungen, Isolation und der Druck, gemobbt zu werden, können zu Depressionen führen. Die betroffene Person fühlt sich dann häufig hoffnungslos und wertlos.


  • Angststörungen: Mobbing kann Angstzustände auslösen oder verstärken. Die ständige Angst vor negativem Verhalten der Teammitglieder oder neuen Übergriffen kann zu anhaltender Anspannung und Angst führen.


  • Schlafstörungen: Mobbing kann auch zu massiven Schlafstörungen führen, einschließlich Albträumen und Schlafentzug, was die psychische Gesundheit weiter belastet, sich negativ auf die Konzentration auswirkt und das Immunsystem schwächt.


  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS): In schweren Fällen kann Mobbing bei den Betroffenen sogar Symptome einer PTBS auslösen. Dies umfasst wiederkehrende belastende Erinnerungen, Flashbacks und extreme körperliche und seelische Stressreaktionen, wie Zittern, Magenkrämpfe, Herzrhythmusstörungen etc. .


  • Selbstwertprobleme: Mobbing kann das Selbstwertgefühl der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Sie fangen dann vermutlich an, negativ über sich selbst zu denken und ihre eigenen Fähigkeiten in Frage zu stellen.


  • Soziale Isolation: Betroffene ziehen sich meistens aus sozialen Aktivitäten und Beziehungen zurück, um weiterem Mobbing zu entgehen. Dies kann zu Einsamkeit und Isolation führen.


  • Suizidgedanken: In den schwersten Fällen kann Mobbing zu Suizidgedanken oder Selbstverletzung führen. Betroffene haben dabei häufig das Gefühl, keinen Ausweg aus ihrer Situation zu finden.


Es ist äußerst wichtig, Mobbing am Arbeitsplatz ernst zu nehmen und Maßnahmen zu ergreifen, um es zu stoppen. Arbeitgeber sind dabei oft rechtlich dazu verpflichtet, sich um das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter zu kümmern und Maßnahmen zur Verhinderung und Beendigung von Mobbing zu ergreifen.


Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen ist und psychische Gesundheitsprobleme entwickelt, ist es ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Therapeuten, Psychiater oder Psychologen können Unterstützung und Behandlungsmöglichkeiten bieten, um die psychische Gesundheit wiederherzustellen. Gleichzeitig sollten Sie das Problem dem Arbeitgeber oder der Personalabteilung melden, um Maßnahmen zur Prävention und Intervention zu ergreifen.


Niemand sollte Mobbing am Arbeitsplatz erleiden müssen, und es ist wichtig, Betroffene zu unterstützen und für eine gesunde Arbeitsumgebung einzutreten.


Mediation bei Mobbing am Arbeitsplatz


Professionelle Mediation ist ein effektiver Ansatz zur Lösung von Mobbingproblemen am Arbeitsplatz. Mediation hilft dabei, die beteiligten Parteien zusammenzubringen, um offen über ihre Konflikte miteinander zu sprechen, Missverständnisse zu klären und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.


Ich leite als neutrale und der Verschwiegenheit verpflichtete Mediatorin den Mediationsprozess unparteiisch und mit jahrelanger Erfahrung in Konfliktlösungstechniken.


Damit eine Mediation zustande kommen kann, sollten die betroffenen Parteien, einschließlich des Opfers und des mutmaßlichen Täters, bereit sein, an der Mediation teilzunehmen. Dies geschieht auf freiwilliger Basis, niemand kann und darf dazu gezwungen werden.


Ich plane und koordiniere daraufhin die Mediationssitzungen, welche immer in einem vertraulichen Rahmen stattfinden, in dem die Teilnehmer offen über ihre Erfahrungen und Gefühle sprechen können, ohne Angst vor beruflichen Konsequenzen.


Während der Mediationssitzungen ermutige ich die beteiligten Parteien, ihre Perspektiven, Bedenken und Erfahrungen bezüglich des Mobbingvorfalls zu teilen. Dabei stelle ich sicher, dass jeder zu Wort kommt und sich gehört und gesehen fühlt.


Anschließend suchen wir gemeinsam nach Lösungen. Dies kann Veränderungen in der Arbeitsumgebung, klare Kommunikationsregeln oder andere Schritte zur Vermeidung von Mobbing umfassen.


Sobald eine Einigung erzielt wurde, wird diese schriftlich festgehalten. Die Vereinbarung kann auch Maßnahmen zur Überwachung und Umsetzung der getroffenen Vereinbarungen umfassen.


Unter Umständen können wir eine Nachbetreuung durchführen, um sicherzustellen, dass die getroffenen Vereinbarungen eingehalten werden und der Mobbingvorfall nicht erneut auftritt.


Vorteile der Mediation bei Mobbing am Arbeitsplatz:


  • Mediation ermöglicht es den betroffenen Parteien, Konflikte auf konstruktive Weise zu lösen, anstatt sie zu eskalieren.


  • Die Beteiligten haben die Möglichkeit, aktiv an der Lösung ihres Problems mitzuwirken.


  • Mediation kann dazu beitragen, ein gesundes Arbeitsklima zu erhalten, indem diese zu einer offeneren Kommunikation und zu einem besseren Verständnis zwischen den Parteien führt.


  • Die Vertraulichkeit des Mediations Prozesses ermöglicht es den Teilnehmern, offen über ihre Erfahrungen zu sprechen, ohne Angst vor beruflichen Konsequenzen.


  • Mediation hat sich als wirksame Methode zur Lösung von Konflikten am Arbeitsplatz, einschließlich Mobbing, erwiesen.


Bei schwerwiegenden Fällen von Mobbing und Diskrmminierung sollte jedoch ein Anwalt eingeschaltet werden, da in solchen Fällen rechtliche Schritte erforderlich sind. Dennoch kann Mediation in vielen Situationen dazu beitragen, Mobbingprobleme am Arbeitsplatz zu bewältigen und eine gesündere Arbeitsumgebung zu fördern.


Fazit


Mobbing am Arbeitsplatz ist ein ernstes Problem, das nicht ignoriert werden sollte. Wenn Sie gemobbt werden oder Zeuge von Mobbing sind, sollten Sie umgehend Maßnahmen ergreifen, um sich zu schützen und Unterstützung zu erhalten.


Ich kann Sie als erfahrene Mediatorin bei der Lösung von Mobbing-Fällen unterstützen. Denken Sie bitte immer daran, dass Ihr Wohlbefinden an erster Stelle steht, und nehmen Sie sich Zeit, sich um Ihre physische und psychische Gesundheit zu kümmern. Mobbing am Arbeitsplatz kann überwunden werden, wenn wir gemeinsam daran arbeiten, eine gesunde und respektvolle Arbeitsumgebung zu schaffen.






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